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Elternbrief Schulleiter

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

im Lichte der bekannten, besonderen Umstände mussten wir in der vergangenen Woche dazu übergehen, den Präsenzunterricht auszusetzen und den Unterricht den Vorgaben und den Möglichkeiten entsprechend in Form digitaler Beschulung fortzusetzen.

Die vorhandenen und seit dem 12.3. für alle Beteiligten zugänglichen und genutzten Kommunikationsketten bestehen aus einer digitalen Lernplattform (sog. Digitaler Lernraum) und dem Instrument Office365. Daneben werden eMail-Verteiler genutzt, in der Grundschule die Kommunikationsstruktur unserer Elternvertreter/innen, denen unser alle Dank für die in dieser schwierigen Zeit geleistete wertvolle Unterstützung gebührt. Im Kindergarten werden Materialsammlungen und Aktivitäten altersgerecht zur Verfügung gestellt, gerade auch mit Blick auf die vorschulischen Bildungsinhalte.

Im Kern verfahren alle Abteilungen, Fachschaften und Fachlehrkräfte so, dass die Kommunikationen Klassenstufen-bezogen an die Schülerinnen und Schüler direkt erfolgt. Unsere infrastrukturellen Kapazitäten sind - dem gestiegenen Bedarf entsprechend - bereits erheblich erweitert worden.

Unser Vorgehen als Deutsche Auslandsschule ist dem Bildungsziel entsprechend auf das Sachlich-Fachliche fokussiert. Die für eine Deutsche Auslandsschule so zentrale Fachschaft Deutsch hat zusätzlich über die Website unserer Schule eine Liste mit Möglichkeiten publiziert, die ergänzend eingesetzt werden können: https://www.dsmadrid.org/de/news/1103-leitfaden-sprachgebrauch.

Wir werden diese Form des Unterrichtens so lange wie nötig – und hier mindestens bis zum Beginn der Osterferien - fortsetzen. Hinsichtlich schulrechtlicher Fragen betr. Benotung und Prüfungsterminierung befinden wir uns in Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Diesbezügliche Anweisungen werden wir kommunizieren und umsetzen, die uns ggf. eingeräumten Möglichkeiten im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler flexibel nutzen.

Wir empfehlen, dass unsere Schüler an den Wochentagen, die zugleich Schultage sind, eine Kernschulzeit von 09:00 bis 13:00 einhalten. Das von den spanischen Behörden in Vorbereitung befindliche vormittägliche Schulfernsehen kann dabei für uns als Deutsche Auslandsschule allenfalls eine eingeschränkte Alternative darstellen. Klar ist, dass einige ihre Aufgaben schneller erledigen als andere, manche umfangreicher als andere und all dies auch rückwirkt auf die Bearbeitungszeiträume. In manchen Familien stellen sich bedingt durch die veränderte Situation, die über uns alle hereingebrochen ist, andere Rhythmen ein.

Es bedarf keiner besonderen Hervorhebung, dass in der gegebenen Situation alle ihr Bestes geben. Alle Lehrkräfte arbeiten, so sie gesund und arbeitsfähig und nicht krank gemeldet sind, nach bestem Wissen und Gewissen. Die Arbeitsweise entspricht den Lehrplänen und dem Bildungsziel einer Deutschen Schule. 

Wir sehen aus den Rückmeldungen, dass wir manchmal in der Aufgabenstellung zeitlich zu viel von unseren Schülerinnen und Schülern verlangen. Im Dialog mit den Schülerinnen und Schülern wird sich dies – da bin ich sicher - alsbald einpendeln. An einer Optimierung wird regelmäßig intern sowie in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und den anderen Deutschen Auslandsschulen in Spanien gearbeitet. 

Auch wenn alle ihre Pflicht tun, so haben wir uns doch gefreut über das Kompliment aus dem Elternbeirat, wo man sich „begeistert, wie das Kollegium den Unterricht fortführt“ zeigt.

Ich bin zuversichtlich, dass wir trotz der vielen im Alltag nunmehr individuell zu meisternden Lagen als Schulgemeinschaft gestärkt aus dieser Notsituation hervorgehen werden. Meine Gedanken und die meiner Kolleginnen und Kollegen sind täglich bei unseren Schülerinnen und Schülern und bei denen, die erkrankt sind. 

Mit freundlichen Grüßen
Frank Mueller

Schulleiter