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AV1 – kleiner Helfer in schwierigen Zeiten

Schule kann manchmal ganz schön lästig sein: zuhören, mitarbeiten, Hausaufgaben machen, Klassenarbeiten schreiben. Aber Schule bedeutet auch gemeinsame Zeit mit Freunden verbringen, Spaß haben... Beides geht verloren, wenn man eine komplizierte Krankheit bekommt und für längere Zeit nicht zur Schule gehen kann. In einer Schule unserer Größenordnung gibt es immer wieder Kinder, die aufgrund einer Langzeiterkrankung nicht den Unterricht besuchen können. Für solche Schüler hat die DSM den Telepräsenzroboter AV1 des norwegischen Start-Ups „No Isolation“ angeschafft. Sicher stellt sich jetzt die Frage: Was ist ein Telepräsenzroboter?

AV1 ist eine persönliche Kommunikationshilfe in Form eines Avatars, der es den Kindern mit Langzeiterkrankungen erlaubt, wieder im Alltag teilzunehmen. Kurz gesagt, ist der AV1 die „Augen, Ohren und Stimme des Kindes“ (https://www.noisolation.com/de/av1/).

Das Kind ist dann in der Lage, dem Unterricht durch eine sichere, verschlüsselte Videoverbindung zu folgen. Außerdem verfügt AV1 über eine eigene SIM-Karte und eine Batterie, um auch bei außerschulischen Aktivitäten mit dabei sein zu können. AV1 hat leicht erkennbare LEDs auf dem Kopf, die seinen Status anzeigen. Fühlt sich das kranke Kind nicht fit genug, um aktiv an der Schule teilzunehmen, kann es signalisieren, dass es nur zuhören möchte, indem es die LEDs auf dem Kopf blau leuchten lässt. Möchte das Kind eine Frage beantworten, kann es sich melden. Dadurch blinken die LEDs auf dem Kopf des Avatars. Man kann den AV1 auch flüstern lassen, sodass ihn nur der Tischnachbar versteht. 

Unser Anliegen ist es langfristig Einsamkeit und andere seelische Folgen von Langzeiterkrankungen vorzubeugen und zu ermöglichen, dass das abwesende Kind wieder an den alltäglichen Freuden teilhaben kann: vom gemeinsamen Brüten über Matheaufgaben bis zum Plaudern mit Freunden.

 Seit Januar hilft der AV1 einem Schüler der Oberschule seine Ausbildung an der DSM fortzusetzen. Momentan folgt er dem Unterricht von zu Hause aus. Im Februar wird er in einer Klinik außerhalb Madrids eine Therapie beginnen. Die Planung ist, dass er auch von dort aus mit seinen Lehrern und Mitschülern in Kontakt bleiben wird... mit Hilfe des AV1.                  (M. Nees, Inklusionsbeauftragung)