„Die DDR hatte einen Alltag, und sie hatte ein konkretes Interieur, und darin stecken jede Menge guter, bislang vernachlässigter Geschichten. Und komischerweise werden die überall auf der Welt verstanden.“ (Thomas Brussig in einem Interview mit dem „Spiegel“ 1999)
So umreißt Thomas Brussig, der DDR-Experte unter den deutschen Literaten, 1999 in einem Interview mit dem „Spiegel“ selber treffend, was den Markenkern seines literarischen Werks darstellt. Am 9. April konnten wir diesen Autor, den alle Schüler/-innen ab der Jahrgangsstufe 9 von der Osterlektüre „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ her kennen, an unserer Schule begrüßen. Am Morgen las er im Rahmen des Schülerliteraturcafés vor den Schüler/-innen der Jahrgangsstufen 9 und 10 Auszüge aus ebendiesem Roman. Danach beantwortete er die zahlreichen Fragen, die sich vor allem auf den Lebensalltag eines Autors sowie seine Kindheit und Jugend in der DDR bezogen. Am Abend stellte der Autor dann im Literaturcafé seinen aktuellen Roman „Beste Absichten“ vor, der die Wendezeit 1989 in Ost-Berlin anhand der fiktiven Rockband „Die Seuche“ thematisiert. In gewohnt souveräner Weise gab Thomas Brussig einen sowohl humorvollen als auch lehrreichen Einblick in den Lebensalltag der DDR Ende der 80er Jahre.