Liebe Schulgemeinde!
Vom 14.-17. März ist die Deutsche Schule Madrid Gastgeberin des 9. Landeswettbewerbs „Jugend debattiert Iberien“!
Am Landeswettbewerb Iberien nehmen Schülerinnen und Schüler von 10 Deutschen Schulen in Spanien und Portugal teil: Barcelona, Bilbao, Lissabon, Madrid, Málaga, Porto, Las Palmas (GC), San Sebastian, Sevilla und Teneriffa. Ich möchte an dieser den Familien ganz herzlich danken, die für unsere Gäste Schlafplätze zur Verfügung gestellt haben!
Zu der sicherlich spannenden Finaldebatte am Donnertag, den 16. März 2023 ab 09:05 Uhr in der Werner-von-Siemens-Aula möchte ich alle interessierten Mitglieder der Schulgemeinschaft herzlich einladen.
Jugend debattiert gibt es mittlerweile in über 35 Ländern. Der Wettbewerb im Ausland ist Teil der Auswärtigen Bildungs- und Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Auf allen Kontinenten wird im fairen Wettstreit um die besten Argumente gerungen, in deutscher Sprache und nach den offiziellen Regeln von Jugend debattiert. Jugend debattiert Iberien gibt es seit 2013. Unsere Region gehört damit zu den ältesten Teilnehmerregionen von Jugend debattiert weltweit.
Beim Landeswettbewerb in Madrid geht es in den insgesamt drei Debatten (Qualifikation und Finale) um die folgenden Streitfragen:
- Soll für den Besitz von Smartphones ein Mindestalter vorgeschrieben werden?
- Sollte das staatliche Gesundheitssystem die Behandlungskosten von Krankheiten, die durch eine ungesunde Lebensweise entstehen, nur eingeschränkt übernehmen?
- Sollte der Staat Bürger/innen grundsätzlich finanziell belohnen, wenn sie zur Aufklärung von Straftaten beitragen?
Eine gute Debatte lebt von gegensätzlichen Ansichten, die sachlich vertreten werden. Daher ist die Begründung ebenso wichtig wie die Position. Debatten zielen darauf ab, herauszufinden, welche Argumente am meisten überzeugen.
Debatten haben Regeln, damit ein sachliches Streitgespräch entsteht. Wer den Regeln der Debatte folgt, hört anderen zu und lernt, seinen Standpunkt fair zu vertreten. Die Regeln bei Jugend debattiert sind so reduziert, dass sie auch im Alltag eine wertvolle Orientierungshilfe sind.
Debattiert wird jeweils zu viert: Zwei Personen antworten mit "Ja" und sprechen sich für das Gefragte aus ("Pro"), zwei antworten mit "Nein" sprechen sich gegen die Maßnahme aus ("Contra“).
Wer debattiert, muss Stellung nehmen: In der Eröffnungsrunde beantwortet jeder Teilnehmer in zwei Minuten die Streitfrage aus seiner Sicht. Die Freie Aussprache dauert zwölf Minuten. Hier werden weitere Argumente in die Debatte eingebracht und abgewogen. In der Schlussrunde hat jede/r Teilnehmer/in noch einmal eine Minute Zeit, die Streitfrage ein zweites Mal zu beantworten, diesmal im Lichte all der Argumente, die er/sie gehört hat.
Wer reden kann, will - gemeinsam mit anderen - auch etwas bewegen. Ob in der Schule, in der Familie, im Freundeskreis oder im Verein, wenn Entscheidungen anstehen und schwierige Fragen zu klären sind, kommt es darauf an, Position zu beziehen und sich mit anderen auszutauschen.
Jugend debattiert zeigt, wie wichtig es ist, mitzureden in der Gesellschaft. Bei Jugend debattiert können Schülerinnen und Schüler außerdem lernen, sicher und überzeugend aufzutreten. Sich im Reden zu üben, nützt auch in mündlichen Prüfungen, bei Bewerbungen und später im Studium und Beruf.
Jan Bernert
Regionalkoordinator Jugend debattiert Iberien