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„Lesen ist das größte Kino auf der kleinsten Leinwand der Welt“

Durch Vermittlung des Österreichischen Kulturinstituts konnte am 6.11.2019 eine Lesung der österreichischen Autorin Cornelia Travnicek an der DSM stattfinden.

Erstmalig wurde die Autorenlesung in der Schülerbibliothek in zwei aufeinander folgenden Durchgängen durchgeführt.

Die Autorin, studierte Sinologin und Informatikerin, las aus ihrem 2013 erschienenen Roman „Chucks“, der das Leben der jungen Mae thematisiert, die mit der Verarbeitung des frühen Krebstodes ihres älteren Bruders zu kämpfen hat. Zunehmend lebt sie, dadurch traumatisiert, am Rande der Gesellschaft, begeht mehrere Straftaten und verliebt sich schließlich in den HIV-infizierten Paul.

Anschließend zeigte die Autorin Ausschnitte aus der gleichnamigen, preisgekrönten Verfilmung des Werkes, um auf die unterschiedlichen Möglichkeiten der Buch- und Filmsprache zu verweisen, und stellte sich den zahlreichen interessierten Fragen der Schülerinnen und Schüler. „Lesen“, so die Autorin, sei „das größte Kino auf der kleinsten Leinwand der Welt“, und brach damit eine Lanze für das Buch als Medium, das auch heute, im Zeitalter der Digitalisierung, nach wie vor seine Berechtigung habe.

Nach Aussage der beteiligten Schülerinnen und Schüler ermöglichte die intimere Leseatmosphäre in der Bibliothek einen viel direkteren und persönlicheren Zugang zu der Autorin. Der langanhaltende Beifall am Ende beider Lesungen war Beweis für das große Interesse, das Cornelia Travnicek mit ihrem ungewöhnlich konzipierten Roman bei den Schülerinnen und Schülern geweckt hat.